Der vollständige Beitrag ist als PDF zum Download verfügbar. Weitere Veröffentlichungen zu der Studie sind auf der Website des Lehrstuhls für Organisation zu finden: Reiß, M.; Steffens, D. (2010), Effektiver, akzeptierter, innovativer - Changemanagement 2.0, in: Wissensmanagement, 2010, 12. Jg., Heft 7, S. 50-51 Reiß, M.; Ehrenmann, F.; Steffens, D. (2010), Web 2.0-Einsatz ...
http://www.blog.change-zweinull.deDie aktuelle Studie von Kienbaum bestätigt, dass die kommunikative Begleitung unternehmerischer Veränderungsprozesse ganz oben auf der Prioritätenliste deutscher Unternehmen steht.
Deutlicher: Kommunikation ist elementar für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen. Als wichtigste Aufgabe wird gesehen: Ängste nehmen, Widerständen begegnen und unproduktivem Verhalten entgegenwirken. Drei zentrale Erfolgsfaktoren sind: Sichtbarer Top Management Support, ausreichend persönliche Kommunikation und Kontinuität in der Kommunikation.
Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet den Schwierigkeitsgrad der Umsetzung von Change Kommunikations-Maßnahmen als hoch bzw. sehr hoch. In knapp einem Drittel der befragten Unternehmen sind Maßnahmen gescheitert.
Neben dem Erkenntnisgewinn, bzw. Bestätigung früherer Studien, sind die Ergebnisse dieser Studie natürlich hilfreich für die Vermarktung Ihrer eigenen Maßnahmen. Denn nicht selten scheitert Change Kommunikation daran, dass kein Budget für die notwendigen Maßnahmen zur Verfügung gestellt wird.
Kienbaum Studie Change Communication 2010
Die Verbreitung von Social Media in Organisationen geschieht häufig zufällig und wildwüchsig. Jenseits von Tools und Strategien kommt es langfristig entscheidend darauf an, strukturelleVoraussetzungen im Sinne von Kompetenzen und eines Ordnungsrahmens (Zuständigkeiten, Budgets, Kennzahlen etc.) zu etablieren. Vor allem sollte aus Fehlern im Umgang mit Social Media schnell gelernt und nicht an anderer Stelle im Unternehmen wiederholt werden. Laut derStudie “Social Media Governance”setzen 54% Prozent der Unternehmen und Organisationen Facebook oder Twitter ein. Dabei fehlen aber oft Strukturen, Regeln und Erfahrung für Social Media.
Insbesondere in den Abteilungen PR/Unternehmenskommunikation (46%) und Werbung/Marketingkommunikation (37%)wird der Einsatz von sozialen Medien besondersstark genutzt. Die Unternehmensbereiche Vertrieb (12%), Personalwesen (11%), Kundenservice (9%), F&E (5%) und IT-Services (4%) folgen mit großem Abstand.
Dabei ist der Erfahrungsschatz der Unternehmen im Umgang mit den neuen Medien noch sehr gering: 26% der Befragten nutzt die sozialen Medien weniger als ein Jahr und nur 6% haben mehr als drei Jahren Erfahrung gesammelt.
„Bei genauerer Betrachtung fehlen dennoch in den meisten Organisationen Know-how und strukturelle Voraussetzungen (Governance). Strategische Überlegungen scheinen meist noch in einem frühen Entwicklungsstadium zu sein. Dementsprechend nutzen auch nur wenige umfassend Social-Media-Tools, Networks und Anwendungen“, bemerkt Stephan Fink von Fink & Fuchs Public Relations.
So mangelt es etwa an Kennzahlen für die Erfolgskontrolle (87%), gesonderten Budgets (88%), Social Media Guidelines (81%), an Möglichkeiten zur Weiterbildung in Form von Seminaren und Trainings (78%) oder an personellen Ressourcen (72%). Nur fünf Prozent der befragten Organisationen verfügen bereits über eine eigene Social-Media-Abteilung. Auch strategische Eckpfeiler wie das Commitment der Führungskräfte und eine förderliche Unternehmenskultur sind nur bei einem Drittel der Befragten vorzufinden.
Interessant ist die Tatsache, dass die übergeordnete Verantwortung für eine Vielzahl der mit Social Media verbundenen Aufgaben bei den mit Abstand meisten Unternehmen (> 50%) in der PR-Abteilung verortet ist.
Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass die Beschäftigung mit grundsätzlichen Strategien und konkreten Anwendungen nicht ausreicht, um Social Media nachhaltig in das Kommunikationsmanagement zu integrieren. In acht von zehn Organisationen gibt es noch keine entwickelten Governance-Strukturen. Wer Strohfeuer und Wildwuchs vermeiden will, müsse diese jedoch frühzeitig aufbauen, so Professor Ansgar Zerfaß von der Universität Leipzig: „Die wissenschaftliche Auswertung der Studienergebnisse zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Social-Media-Aktivitäten und Governance-Strukturen besteht. Erklären lässt sich dies in Anlehnung an die Theorie der Strukturierung des Soziologen Anthony Giddens: Konkrete Handlungen einzelner Akteure führen demnach nur zum Erfolg, wenn alle Beteiligten auf Strukturen in Sinne eines gemeinsamen Pools von (informellen) Regeln und Ressourcen zurückgreifen können. Genau hier setzt die Lösung in Form einer Social Media Governance an.“
Die Ergebnisse zur Studie “Social Media Governance – Wie Unternehmen, Staat und NGOs die Herausforderungen transparenter Kommunikation im Internet steuern“ finden Sie auf dieser Seite:www.socialmediagovernance.eu
Laut der Studie Social Media Governance setzen 54% der Unternehmen Facebook oder Twitter ein. Dabei fehlen aber oft Strukturen, Regeln und Erfahrung für Social Media.
http://www.media-treff.deMit 10,6 % sind die spezialisierten Change Kommunikatoren als neues Berufsbild der Unternehmenskommunikation auf dem Vormarsch. Allerdings sind vergleichbare Positionen auch in Stäben oder im HR-Bereich geschaffen worden. Das liegt daran, dass Kommunikation im Change ein stark interdisziplinärer Ansatz ist. Mit Organisationsdynamik im Change, systemischer Ausbildung oder Psychologiekenntnissen können die PR-Experten aus den Kommunikationsabteilungen auch oft noch nicht punkten. Die hohen Anteile von HR (14,9 %) und Inhouse-Consulting/Vorstandsstab (8,5 %) an der Change Kommunikation weisen zusätzlich darauf hin, wo sich die Machtzentralen im Change-Prozess befinden.
Bei zwei Drittel der verantwortlichen Kommunikationsabteilungen wird Change Kommunikation lediglich nebenbei erledigt. 12,8 % aller Unternehmen sagen, dass es für sie noch gar kein Thema sei. Diese Zahlen lassen vermuten, dass in Punkto Spezialisierung und Professionalisierung noch sehr viel passieren wird. Ob die Kommunikationsabteilung Land zurückgewinnen wird, bleibt abzuwarten. Aus meiner Sicht dringend erforderlich ist dafür, soweit noch nicht geschehen, die Positionierung und Etablierung als Interne Berater und Businesspartner anzustreben. Mit allem, was es dafür braucht.
Um mehr über die Zukunft von Change Kommunikation zu erfahren, wäre eine umfassende Studie hilfreich. Vielleicht nutzt ein Student/Lehrstuhl o.ä. diese Momentaufnahme als Vorlage für eine vertiefte Arbeit?

Die Studie baut auf den Ergebnissen einer ersten Befragung aus dem Jahr 2008 auf und soll klären, ob und wie erfolgreich web-basierte Medien die Umsetzung von Change-Projekten unterstützen können. Uns interessieren Ihre Erfahrungen mit Web 2.0 und Ihre Einschätzung des Nutzenpotenzials in Change-Projekten. Die Teilnahme an der Befragung nimmt ca. 10-15 ...
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